Prepaid
Surf-Sticks, die handlichen Modems für die mobile Internet-Nutzung gibt es nicht nur zusammen mit einem Laufzeitvertrag sondern auch auf Prepaid-Basis. Das englische Wort „Prepaid“ bedeutet übersetzt so viel wie „im Voraus bezahlt“. Der Verbraucher kauft also beim Erwerb des Surf-Sticks ein bestimmtes Paket an Online-Zeit. Damit kann er so lange mobil surfen bis sein Guthaben aufgebraucht ist. Danach kann er das Guthaben-Konto beliebig oft aufladen.
Wer einen Surf-Stick auf Prepaid-Basis kauft, bleibt unabhängig. Er muss sich nicht für sechs, zwölf oder 24 Monate per Vertrag an einen bestimmten Anbieter binden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Kosten überschaubar sind und es keine unerwarteten Rechnungen geben wird. Der Prepaid-Nutzer kann nur so viel Online-Zeit versurfen wie auf dem Stick gebucht ist.
Auf der anderen Seite muss der Prepaid-Kunde damit rechnen, mitten in einem Download oder in einer Korrespondenz aus dem Netz zu fliegen, weil sein Guthaben aufgebraucht ist. Das mobile Internet kann dann erst wieder nach dem Aufladen genutzt werden. Ein weiterer Nachteil im Zusammenhang mit einem Prepaid-Surf-Stick ist die veraltete Hardware: Viele Anbieter bieten für Prepaid-Kunden nur ältere Sticks an. Diese Modelle unterstützen nur das herkömmliche UMTS-Tempo von maximal 384 Kilobit pro Sekunde im Downlink. Mit den aktuellen High-Speed-Datenraten kommen die älteren Surf-Sticks nicht zurecht. Der Nutzer bleibt somit auf langsamere Surf-Geschwindigkeiten beschränkt. Zum Vergleich: Per UMTS-Erweiterung HSPA+ sind heute Download-Raten von bis zu 21 Megabit pro Sekunde möglich. Außerdem reservieren viele Anbieter die schnellen Surf-Geschwindigkeiten in ihrem Netz für die Kunden mit Laufzeitverträgen.
Vor der Buchung eines passenden Datentarifs sollte sich der Nutzer zudem überlegen, wie oft er mobil online gehen möchte. Auch im Prepaid-Bereich gibt es verschiedene Tarife für die mobile Internet-Nutzung: Daten-Flatrate für einen Monat oder einen Tag sind empfehlenswert für Vielsurfer. Darüber hinaus bieten einige Mobilfunk-Provider Zeitpakete an: Je nach Anbieter gibt es Kontingente von 15, 30, 60 oder 90 Minuten sowie zwölf Stunden, drei oder sieben Tagen.
Und noch etwas: Wer einen Prepaid-Internet-Stick kauft, muss mehr bezahlen als ein Laufzeitkunde, weil dieser der den Stick über seinen Vertrag subventioniert bekommt. Dennoch sind die Prepaid-Angebote attraktiv, weil der Verbraucher dadurch sehr flexibel bleibt.